Hohe Beteiligung bei Warnstreiks

Grafik: ver.di

Mehr als 2.500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder haben am Dienstag in Bayern die Arbeit niedergelegt. »Mit dieser starken Beteiligung können wir den Druck auf die Arbeitgeber unmittelbar vor der vorerst letzten vereinbarten Verhandlungsrunde ab Donnerstag in Potsdam  deutlich erhöhen«, erklärte der Tarifkoordinator und stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach. Demonstrationszüge und Kundgebungen gab es in München, Augsburg, Erlangen, Regensburg, Bayreuth, Rosenheim und Würzburg.
»Gute öffentliche Dienstleistungen brauchen motivierte und qualifizierte Leute. Das gibt es nicht zum Nulltarif«, begründete Norbert Flach die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn. Betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren am Dienstag alle Regierungsbezirke in Bayern. Universitäten, Studentenwerke, Universitätskliniken, Autobahn- und Straßenmeistereien, Flussmeisterstellen,  Gerichte, Theater, Museen, Autobahndirektionen, Finanzämter und zahlreiche weitere staatliche Länderbehörden und Dienststellen beteiligten sich an dem Ausstand.

ver.di fordert in dieser Tarifrunde u.a. für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, für die Auszubildenden und Praktikantinnen eine Anhebung von 90 Euro monatlich, einen Lernmittelzuschuss in Höhe von 50 Euro je Ausbildungsjahr und eine verbindliche Übernahmeregelung.