1. Mai: Zehntausende demonstrierten mit dem DGB

Das DKP-Betriebsaktiv bei der Maidemonstration in München

Zum 1. Mai haben sich in Bayern rund 80.000 Menschen an den Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen des DGB beteiligt. Im gesamten Freistaat fanden über 100 Mai-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes statt, die in diesem Jahr unter dem Motto standen »Wir sind viele. Wir sind eins.« Die DKP beteiligte sich an den Kundgebungen ebenso wie anderen Veranstaltungen, etwa an der Revolutionären Maidemonstration in Nürnberg.

Knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl hatte Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, eine klare Botschaft für die Teilnehmer der Mai-Kundgebungen: »Lasst uns diesen 1. Mai feiern als Tag, an dem wir für soziale Gerechtigkeit und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Europa kämpfen. Für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik, für gerechte Steuern und für eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. Lasst uns diesen Tag feiern, an dem wir für gute uns sichere Arbeit kämpfen, für starke Tarifbindung, gegen Befristung, Minijobs und ungleiche Bezahlung. Uns alle eint die Überzeugung, dass wir dieses Land verändern und soziale gerechter machen können.«

Die DKP hatte auch die Veranstaltungen zum 1. Mai genutzt, um Unterschriften für ihre Kandidatur bei der Bundestagswahl im Herbst zu sammeln. Die Kommunistinnen und Kommunisten wollen auch in Bayern mit einer Landesliste antreten. Zudem wurde zahlreiche Exemplare der DKP-Wochenzeitung UZ verteilt.

In Augsburg folgten trotz üblem Wetter rund 1.500 Menschen dem Aufruf zur Demonstration vom Gewerkschaftshaus zum Rathausplatz. Auch die DKP war dabei. In München beteiligte sich das Betriebsaktiv mit Fahnen und Transparent an der DGB-Demonstration. Gleich doppeltes Programm hieß es derweil für die Kommunistinnen und Kommunisten in Nürnberg: Sie beteiligten sich sowohl an der Demonstration der Gewerkschaften am Vormittag als auch nachmittags an der Revolutionären Maidemonstration.

An dieser beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter bis zu 4.000 Menschen. Gerhard Weber, Sprecher der Gruppe organisierte autonomie, wertete die hohe Betzeiligung als ein Zeichen für aktiven Widerstand in Nürnberg: »Dass die TeilnehmerInnenzahl dieses Jahr weiter gestiegen ist, zeigt, dass es in Nürnberg eine Vielzahl an Menschen gibt, die sich gegen den kapitalistischen Normalzustand wehren. Sie sind bereit, für den revolutionären Bruch mit dem kapitalistischen System, welches für die meisten Menschen nur Ausbeutung, Unterdrückung, Armut und Krieg zu bieten hat.«