Tausende demonstrieren in München gegen »Sicherheitskonferenz«


Kommunistischer Block auf der Demo. Foto: DKP München

Tausende Menschen haben am Samstag in München gegen die an diesem Wochenende stattfindende »Sicherheitskonferenz« demonstriert. In Medien war von 3000 Menschen die Rede, andere Schätzungen gingen sogar von 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. Mehrere hundert Menschen beteiligten sich zudem an einer Menschenkette durch die Innenstadt, durch die symbolisch der Tagungsort umzingelt werden sollte. Hunderte Menschen nahmen an der Demonstration in einem »kommunistischen Block« teil, zudem die DKP gemeinsam mit der Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), der KP der Türkei (TKP) und der griechischen KKE aufgerufen hatte.

Medienberichten zufolge überschüttete sich ein aus dem Irak stammender Mann am Rande der Demonstration in Benzin und drohte damit, sich anzuzünden. Polizisten verhinderten das. Der Mann wollte offenbar auf die Repression in seiner Heimat aufmerksam machen, hieß es.

Bereits am Vorabend waren Hunderte Menschen »Für ein Ende der Gewalt« auf die Straße gegangen. Wie die Tageszeitung »junge Welt« berichtete, kritisierte das antikapitalistische Bündnis »Keine Sicherheit diesen Verhältnissen«, der Anspruch der »Siko«, Sicherheit herzustellen, sei »grotesk unrealistisch«. Die Teilnehmer – vor allem Außen- und Kriegsminister aus NATO-Staaten – seien selber zutiefst »in Kriege und Klimakrise verstrickt«. Eine Rednerin der Initiative »Ende Gelände« sagte mit Blick auf zukünftige Verteilungskämpfe und Abschottungsversuche, die »haltlose Aufrüstung« sei nicht zuletzt eine Vorbereitung auf die Folgen der Unweltzerstörung und des menschengemachten Klimawandels. Die Polizei ging zwischenzeitlich gewaltsam gegen die Demonstranten vor und begründete das damit, dass Feuerwerkskörper gezündet worden seien. Die Veranstalter kürzten ihren Weg daraufhin ab.