10. Januar 2019
  • Augsburg: Die Augsburger »Spartakus-Unruhen« und Bertolt Brechts Drama »Trommeln in der Nacht«

    9. Januar 2019 @ 19:30 - 21:00
    Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg, Deutschland

    Durch Brechts Briefe und die Aufzeichnungen seiner Jugendfreunde ist das Wissen
    über den Entstehungsprozess seines ersten, zunächst „Spartakus“ genannten Erfolgsstücks „Trommeln in der Nacht“ groß. Dennoch gelang es der germanistischen Forschung aufgrund mangelnder Vertrautheit mit den politischen und gesellschaftlichen
    Ereignissen und Vorgängen in Augsburg im Winter 1918/19 bislang nicht, den zeitgeschichtlichen Hintergrund von Brechts Drama exakt zu bestimmen und damit seine literarische Verwertung richtig zu interpretieren. Entschieden mehr Beachtung verdienen dabei zudem die persönlichen Lebensumstände Brechts und seine Rolle als Soldat und Soldatenrat.

    Karten: 6 Euro, Ak: 7 Euro

    Vorverkauf: Buchhandlung am Obstmarkt, Tel: 0821-518804post@buchhandlung-am-obstmarkt.de

13. Januar 2019
  • Berlin: XXIV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz

    12. Januar 2019 @ 10:00 - 18:00
    Mercure Hotel MOA Berlin, Stephanstraße 41, 10559 Berlin, Deutschland

    Sozialismus oder Barbarei – Die nächste Krise, der nächste Krieg, die nächste Revolution

    Eine Veranstaltung der Tageszeitung junge Welt und zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer

    Weitere Informationen: www.rosa-luxemburg-konferenz.de

14. Januar 2019
  • Berlin: Luxemburg-Liebknecht-Demonstration

    13. Januar 2019 @ 10:00 - 13:00
    Frankfurter Tor, 10243 Berlin, Deutschland

    Wir sagen: Trotz alledem!

    Jahr um Jahr im Januar kommen Tausende Menschen mit Nelken und Rosen zum Grabmal von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin-Friedrichsfelde. Und weil dies 2019 der 100. Jahrestag ihrer Ermordung sein wird und der fanatische Ungeist ihrer Mörder vielerorts in Deutschland und Europa eine unheilvolle Auferstehung feiert, soll unser »Trotz alledem!« unübersehbar werden!

    Was hatten diese beiden Wortführer der Linken, Gründer der KPD, verbrochen, dass sie bespitzelt, gefangen, gefoltert und bestialisch umgebracht wurden? Waren sie für immer neue Kriege? Nein, sie waren für dauerhaften Frieden! Wollten sie noch mehr Schweiß und Blut auf dem Altar der Stahlbarone opfern? Nein, sie waren gegen die Ausbeutung unseres und anderer Völker! Dachten sie wie unsere Herrscher: »Viel Feind‘, viel Ehr‘!«? Nein, sie wirkten für die Solidarität der Menschen und Völker! Folgten sie den nationalistischen, rassistischen, antisemitischen Rattenfängern? Nein, sie rissen denen die Masken vom Gesicht.

    Deshalb sprachen sie auf Kundgebungen, sammelten sie Verbündete, wurden sie eine wachsende Gegenkraft. Eben deshalb wurden sie von den reaktionären Trupps des Freikorps, der Geheimdienste und Reichswehr verfolgt und zuletzt grausam abgeschlachtet. Wie viele andere davor. Die Herrschenden nannten das »Ordnung schaffen!«. Es wurde die Startbahn für Hitlers braune Kolonnen.

    Doch am Tag ihrer Ermordung erschien der Artikel »Trotz alledem« von Karl Liebknecht. Und am Vortag hatte Rosa Luxemburg geschrieben: »Ich war, ich bin, ich werde sein!«.

    Unser gemeinsames Gedenken löst ihr Gelöbnis ein! Obwohl inzwischen im Osten Europas der Kapitalismus restauriert wurde? Wir sagen: »Trotz alledem!«. Obwohl inzwischen acht superreiche Familien mehr Vermögen haben als die ärmere Hälfte der Erdbewohner? Obwohl so viele Kriege und Bürgerkriege toben? Obwohl über 65 Millionen Menschen auf der Flucht sind – zwischen Trümmern, Schlauchbooten und Sperrzäunen? Obwohl das starke und reiche Deutschland um Abschieberekorde ringt? Obwohl wieder mal deutsche Truppen an der russischen Grenze stehen und der Präsident der USA seinen Rüstungsetat ins Unermessliche steigert?

    Wir sagen: Gerade deshalb und trotz alledem! Und demonstrieren in diesem Geist friedlich am 13. Januar 2019.

    Wir wollen keine Festung Europa! Wir wollen eine Welt des Friedens, der Solidarität und des lebenswerten Lebens auf allen Kontinenten!

    Das halten wir für möglich: »Trotz alledem!«

    LL-Bündnis, Berlin, September 2018